Übergewicht wird nicht angeboren, sondern anerzogen

“Übergewicht wird nicht angeboren, sondern anerzogen,“ hieß es früher und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Jetzt im Frühsommer ist wieder Cabrio Zeit, Zeit der Kindersportwagen für die Kleinsten.

Schaut man mit einem geschulten Blick in die offenen Kinderwagen und sieht die „wohlgenährten“ Säuglinge mit ihren kleinen mit “Speckröllchen” besetzten Kinderkörpern, können einem leicht die Tränen in die Augen steigen.

Nur wenige wissen offensichtlich, dass erfahrungsgemäß bereits im Säuglingsalter der Grundstein dafür gelegt wird, ob dieses kleine Mädchen oder dieser kleine Junge morgen als Erwachsener ein schlanker oder übergewichtiger Mensch wird.

Ich möchte hier an dieser Stelle nicht auf die allgemein verbreitete Meinung bezüglich eines gut genährten „Wonneproppens“ eingehen. Wie gesagt, es sind Meinungen.

Die Tatsachen sprechen jedoch eine andere Sprache.

Dabei geht es nicht nur um frühkindliche Ernährungsfehler bezüglich der empfohlenen Mengen auf den Milch- bzw. Breipackungen, die meistens absolut überhöht sind und nicht selten das „Pummelchen“ bzw. den übergewichtigen Menschen von morgen fördern.

Es geht auch um das gutgemeinte Verhalten von Eltern, sich dem Ausdruck des Säuglings/Kleinkinds „nicht weiter trinken/essen zu wollen“, widersetzen und den Sauger der Milchflasche bzw. den Breilöffel erneut in den Mund schieben, damit die Flasche bzw. der Teller leer wird… mit fatalen Folgen.

Es steht ja auf der Packung.

Hier sind die Eltern gefordert, mit besonderer Sorgfalt das Verhalten bezüglich der Menge an Nahrungsaufnahme des Säuglings/Kleinkindes zu beobachten und entsprechend anzupassen.

Nicht jedes Kind ist für die empfohlene Menge geeignet.

Es sollte auch den Kleinsten nicht gegen ihren Willen Nahrung eingeflößt oder sie gar dazu animiert/überredet werden.

Dies kann zu weitreichenden Folgen als Erwachsener führen.

Also liebe Eltern, achten Sie beim Füttern Ihres Nachwuchses auf die Nahrungsmenge und hören Sie auf mit der Nahrungszufuhr, wenn es nicht mehr trinken/essen mag und satt ist, auch wenn der Hersteller der Babykost andere Empfehlungen hat.

Conny van Steendhal

Personalcoach & Gesundheitspädagogin

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